Georgien liegt in Vorderasien, wird aber von seinen Bewohnern als Balkon Europas bezeichnet. Seine Fläche entspricht mit ca. 69.700 Quadratkilometern der von Bayern. Gebirge und Vorgebirge bedecken 87 Prozent des Landes. Im Norden liegt die Südabdachung des Großen Kaukasus. Im Süden befinden sich die westlichen Rücken des Kleinen Kaukasus und der Rand des vulkanischen Armenischen Hochlandes.
Der Kaukasus schützt Georgien vor Kaltluftwellen aus dem Norden und erlaubt dem Schwarzen Meer, das Land zu erwärmen. Die Klimazonen reichen von einem subtropisch-feuchten Klima im Westen bis hin zu einem trockenen und gemäßigten Kontinentalklima im Osten. Die durchschnittliche Lufttemperatur schwankt zwischen 15 °C im West- und 11 bis 13 °C im Ostteil. Der durchschnittliche Niederschlag im Westen beträgt 3.000 mm, im Osten 400 mm. Der Frühling in Georgien ist kurz mit abrupten Klimaschwankungen, der Sommer oft sengend heiß. Der Herbst ist sonnig-warm, der Winter schneearm.
Georgien hat rund 4,5 Millionen Einwohner (2006). Seit der staatlichen Unabhängigkeit 1991 haben etwa eine Million Menschen das Land verlassen. Allein zwischen 2000 und 2005 ging die georgische Bevölkerung jährlich um etwa ein Prozent zurück. Ursache der anhaltenden Auswanderungswelle ist der wirtschaftliche Niedergang des Landes. Vor allem Einwohner mit hohem Bildungsgrad, die Arbeitsplätze zunächst in anderen Staaten der GUS – später auch in Westeuropa und den USA – finden konnten, verließen Georgien. Die größte georgische Gemeinschaft außerhalb des Landes existiert in Moskau, nach russischen Angaben rund 300.000 Menschen.
Wie in den meisten Nachfolgestaaten der Sowjetunion ist auch in Georgien das Straßennetz relativ gering ausgebaut. Vierspurige Strecken sind so die Ausnahme und vornehmlich in der Metropolregion Tiflis anzutreffen. Das Schienennetz der georgischen Eisenbahngesellschaft Sakartwelos Rkinigsa hat eine Gesamtlänge von über 1600 km und ist vollständig elektrifiziert. Entsprechend den geographischen Gegebenheiten verläuft die Hauptverkehrsachse im Straßen- wie im Schienenverkehr in West-Ost-Richtung.
Bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. war Georgien die Waffenschmiede der Antike. Im Kaukasus wurden Gold, Silber, Kupfer und Eisen abgebaut. Georgische Handwerker stellten die Schwerter her, mit denen Griechen und Trojaner kämpften. Eine lange Tradition besitzt der Weinbau in Georgien.
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| präsidiale Republik Georgien | |
| Amtssprache | Georgisch Regionale Amtssprache: Abchasisch |
| Hauptstadt | Tiflis (georgisch Tbilissi) |
| Staatsform | präsidiale Republik |
| Staatsoberhaupt und Regierungschef |
Micheil Saakaschwili Premierminister Nikolos (Nika) Gilauri |
| Fläche | 69.700 km² |
| Einwohnerzahl | 4.630.841 (Stand: Juli 2008) |
| Bevölkerungsdichte | 66 Einwohner pro km² |
| BIP nominal (2007) | 10.293 Mio. US$ |
| BIP/Einwohner | 2.355 US$ |
| HDI | 0,754 |
| Währung | 1 Lari (GEL) = 100 Tetri |
| Unabhängigkeit | 9. April 1991 |
| Nationalhymne |
Tawisupleba |
| Nationalfeiertag | 26. Mai (Tag der Unabhängigkeit 26. Mai 1918) |
| Zeitzone | UTC + 4 |
| Kfz-Kennzeichen | GE |
| Internet-TLD | .ge |
| Telefonvorwahl | +995 |